Berlin,

Afrika ist zu einem zentralen Schauplatz der globalen Rohstoffpolitik geworden. Der steigende Bedarf an Kupfer, Kobalt, Lithium, Graphit und seltenen Erden für Energiewende, Digitalisierung und industrielle Transformation verändert geopolitische Beziehungen, Investitionsströme und globale Lieferketten. Das neue BWA-Policy Paper „Afrikas Rolle in der globalen Rohstoffökonomie: Wertschöpfung, Partnerschaften und geopolitische Dynamiken“ analysiert diese Entwicklungen und zeigt auf, wie sich die strategische Bedeutung des Kontinents im internationalen Wettbewerb verändert. Frank Tetzel, Leiter der Bundesfachkommission „Rohstoffe und Rohstoffsicherheit“ des BWA, und Urs Unkauf, Generalbevollmächtigter Außenbeziehungen des Verbandes, analysieren darin anhand konkreter Fallbeispiele die geo-ökonomischen Potenziale und geopolitischen Einbindungen afrikanischer Rohstoffmärkte.
Zentrale Erkenntnisse der Analyse:
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Afrika verfügt über rund 30 % der globalen Mineralreserven, partizipiert bislang jedoch nur begrenzt an der industriellen Wertschöpfung aus deren Verarbeitung.
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Der geopolitische Wettbewerb zwischen Europa, den USA und China prägt zunehmend Investitionen, Infrastrukturprojekte und Rohstoffpartnerschaften auf dem Kontinent.
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Viele afrikanische Staaten verfolgen zunehmend eine aktive Rohstoffpolitik, etwa durch lokale Verarbeitung, Exportrestriktionen für Rohminerale und regionale Industriecluster.
Das Policy Paper zeigt anhand konkreter Länderbeispiele, Infrastrukturkorridore und globaler Lieferketten, welche industrie- und geopolitischen Entwicklungen die Rohstoffökonomie Afrikas künftig prägen werden.
Die Analyse steht auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung:

