Berlin/Düsseldorf,
Mit dem ersten BWA Wirtschaftsdialog Düsseldorf hat der BWA Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft am Dienstag im Steigenberger Icon Parkhotel an der Königsallee ein neues Dialogformat für Düsseldorf und die Rhein-Ruhr-Region gestartet. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlichen Perspektiven der Region, die Rolle des Mittelstands und die Frage, wie regionale Stärke und internationale Vernetzung künftig noch enger miteinander verbunden werden können. Das Programm führte dazu Vertreter aus Wirtschaft, Mittelstand und international ausgerichteten Institutionen zusammen.
In seiner Keynote unter dem Titel „Global vernetzt, regional verankert – der BWA und die Perspektiven für Düsseldorf und Rhein-Ruhr“ stellte der BWA-Vorstandsvorsitzende Michael Schumann die internationale Offenheit der Region in den Mittelpunkt. Düsseldorf stehe exemplarisch dafür, dass wirtschaftliche Stärke und internationale Vernetzung keine Gegensätze seien. Die über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zu Japan, die Entwicklung der Stadt zu einem bedeutenden Standort chinesischer Unternehmen sowie die jüngeren Verbindungen nach Indien seien Ausdruck einer besonderen internationalen Wirtschaftskultur.
Schumann wandte sich zugleich gegen eine zunehmende wirtschaftliche Fragmentierung entlang geopolitischer Trennlinien. Wörtlich sagte er:
„Die richtige Antwort auf diese Herausforderung ist aus meiner Sicht nicht Blockdenken, sondern Interessenpolitik: der gleichzeitige Aufbau mehrerer belastbarer Beziehungen.“
Resilienz bedeute dabei nicht Abschottung, sondern gezielte Diversifizierung und die Fähigkeit, die eigenen wirtschaftlichen Interessen klar zu definieren und zugleich gewachsene Partnerschaften zu erhalten. Für Düsseldorf und Rhein-Ruhr sei diese Haltung von besonderer Bedeutung, da ein erheblicher Teil der regionalen Wertschöpfung auf internationalen Märkten, Investitionen und Netzwerken beruhe.
Am Wirtschaftsdialog beteiligten sich unter anderem Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, Charlotte Finger, geschäftsführende Gesellschafterin der Maschinenfabrik Mönninghoff und der Chemnitzer Zahnradfabrik sowie Mitglied des Hauptvorstands des VDMA, und Georg Mehring-Schlegel, ehemaliger Finanzvorstand der MediaMarktSaturn Holding. Finger widmete sich insbesondere der Frage, wie mittelständische Unternehmen internationale Märkte erschließen und Wachstum schaffen können; Mehring-Schlegel moderierte die anschließende Paneldiskussion zu Wachstum und internationaler Vernetzung.
Für den BWA soll der Düsseldorfer Wirtschaftsdialog kein Einzelereignis bleiben. Ziel ist es, Unternehmen und Entscheidungsträger aus Düsseldorf und der Rhein-Ruhr-Region künftig noch enger mit dem internationalen Netzwerk des Verbandes zu verbinden und daraus konkrete wirtschaftliche Kooperationen und neue Partnerschaften entstehen zu lassen.
„Düsseldorf ist stark geworden, weil es offen war. Rhein-Ruhr ist erfolgreich geworden, weil seine Unternehmen internationale Märkte erschlossen und weltweite Partnerschaften aufgebaut haben. Der BWA möchte dazu beitragen, dass dies auch künftig so bleibt - als Plattform, als Netzwerk und als Brückenbauer zwischen Regionen, Unternehmen und Märkten.“


