DFH setzt Maßstäbe für den Hausbau der Zukunft

BWA-Senatsmitglied DFH erhält Nachhaltigkeits-Zertifikat

Simmern,

Erneut stellt die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG ihre Innovationskraft unter Beweis: Als erster Hersteller von Fertighäusern erfüllt die Unternehmensgruppe nachweislich die Kriterien für nachhaltiges Bauen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB). Mit einem Musterhaus der Vertriebslinie OKAL hat sich das größte Fertighausunternehmen Deutschlands auf Anhieb für das von der DGNB erstmals im Sektor der Ein- und Zweifamilienhäuser vergebene Nachhaltigkeits-Zertifikat qualifiziert – und direkt Silber erreicht. Die offizielle Verleihung ist im Frühjahr geplant.

 

DFH Musterhaus


Das innovative Fertighaus der DFH erfüllt weit über der Norm rund 35 Nachhaltigkeitskriterien, die sowohl ökologische und ökonomische als auch funktionale technische und soziokulturelle Aspekte berücksichtigen. „Mit dem Zertifikat haben Bauherrn künftig ein Qualitätssiegel an der Hand, welches neutral belegt, dass das Haus nachhaltig geplant und gebaut ist“, erklärt Sven Propfen, Architekt und Nachhaltigkeitsbeauftragter bei der DFH.

Das in den vergangenen Monaten von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) entwickelte Zertifikat ist in zweierlei Hinsicht ein Novum: Zum einen hat die 2007 gegründete DGNB bislang nur Großprojekte zertifiziert und keine Häuser im sogenannten Bausegment „Neubau kleine Wohngebäude“. Zum anderen zielt das Nachhaltigkeitssystem der DGNB auf eine qualitative Bewertung ab. „Es fragt nicht nur ab, ob einzelne Faktoren erfüllt sind, sondern auch in welchem Maße“, erklärt Propfen.

Die DFH habe sich bewusst für dieses System entschieden, weil es kein „Greenwashing“ zulasse und die Qualität ganzheitlich über den kompletten Gebäudelebenszyklus hinweg betrachte. Zu den Kriterien der Nachhaltigkeit zählen nicht nur die ökologische Qualität der Baustoffe und die Auswirkungen auf die Umwelt während der Bauphase. „Das Zertifizierungssystem berücksichtigt beispielsweise auch den finanziellen Aufwand, der sich über den gesamten Zeitraum der Hausnutzung ergibt. Dabei fallen konkrete Ersparnisse, die sich etwa aus einem reduzierten Energieverbrauch ergeben, aber auch Kosten für die Schornsteinreinigung oder die Wartung der Heizung ins Gewicht“, so Propfen.

Außerdem erfasse das Zertifizierungssystem Faktoren wie Wertstabilität, Nutzerkomfort sowie Zukunftsfähigkeit in Form von Barrierefreiheit und Drittverwendungsmöglichkeit, wenn sich die Anforderungen an den eigenen Wohnraum im Laufe eines Lebens wandeln.

„Wir sind sehr froh, dass die DGNB ein Zertifizierungssystem entwickelt hat, das transparent und ehrlich Ein- und Zweifamilienhäuser unter Nachhaltigkeitsaspekten beurteilt“, so Propfen. Damit die Besonderheiten von Fertighäusern im Kriterienkatalog für das neue Zertifikat Berücksichtigung fanden, hat Propfen im vergangenen Jahr in der entsprechenden Arbeitsgruppe der DGNB aktiv mitgewirkt. „Uns war wichtig, ein Qualitätssiegel zu haben, welches uns darüber hinaus zeigt, wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Denn Nachhaltigkeit bedeutet auch, nicht stehen zu bleiben und den aktuellen Stand stets zu hinterfragen.“

BWA-Senator und Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG Thomas Sapper

„Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung, die unsere Anstrengungen in puncto Nachhaltigkeit belohnt“, sagt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG. „Innovative Gebäude, die auch in Zukunft einen hohen Nutzungskomfort bei geringem Energie- und Ressourcenverbrauch bieten, sind eine beständige Wertanlage. Gleichzeitig sichern wir mit einer nachhaltigen Bauweise die Welt unserer Kinder. Unser Ziel ist es daher, alle Fertighäuser unserer Vertriebslinien von der DGNB zertifizieren zu lassen.“

Zur Nachhaltigkeit des Fertighauses von OKAL tragen neben dem ökologischen Baustoff Holz der Einsatz einer energiesparenden Gebäudeautomation und die Energieversorgung mittels Wärmepumpe bei. Beim Energieverbrauch entspricht das Haus dem Standard KfW 55. Das heißt, dass das Fertighaus im Vergleich zum Neubauniveau (KfW 100) 45 Prozent weniger Primärenergie benötigt.