BWA und Rat der Stadt Mariupol vereinbaren Zusammenarbeit

Mariupol,

Am 17. Mai 2021 besuchte eine Delegation unter der Führung von BWA-Präsident Thomas Sapper die Stadt Mariupol in der Ukraine. Vormittags wurde die Delegation im Rathaus der über 500.000 Einwohner zählenden Industriestadt vom stellvertretenden Oberbürgermeister für Wirtschaftsangelegenheiten, Sergiy Orlov, empfangen.

Nach einer ausführlichen Präsentation der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen in Mariupol folgte die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung. Mariupol verfügt als Schwerindustriestandort und regionales Kulturzentrum in der südöstlichen Ukraine über interessante Potentiale für ausländische Firmen.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist infolge der Corona-Pandemie nicht wesentlich eingebrochen, was auch mit der proaktiven Politik zur Schaffung von Anreizen bei der Wirtschaftsförderung von Oberbürgermeister Vadym Boichenko seit 2015 zusammenhängt. Die Partei von Boichenko koaliert im Stadtrat von Mariupol mit der Partei „Sluha narodu“ des Präsidenten der Ukraine, Volodymyr Selenskyj.

Neben Industrie und Kultur ist Mariupol mit sieben staatlichen Universitäten und zahlreichen Weiterbildungseinrichtungen auch ein attraktiver Standort für Forschung und Entwicklung. In der Wirtschaft ist des Weiteren die Bedeutung des Agrarsektors und die besondere Qualität ukrainischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse hervorzuheben.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über die Potentiale der Stadt Mariupol.

V.l.n.r. Andrej Stepanenko (BWA-Repräsentant in der Ukraine) Urs Unkauf (Leiter Regierungsbeziehungen des BWA), Sergiy Orlov (Vizebürgermeister von Mariupol), Thomas Sapper (Präsident des BWA) und weitere Repräsentanten des Stadtrates von Mariupol.

Sergiy Orlov und Thomas Sapper bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

 

Auf die protokollarischen Gespräche im Rathaus folgten verschiedene Besuche sozialer und kultureller Einrichtungen und Gespräche mit Vertretern ukrainischer Unternehmen.

So besuchte die Delegation aus Deutschland beispielsweise einen Kindergarten, der aktuell fertiggebaut wird, und konnte hierbei einen Eindruck für das Engagement der Stadt bei Bauprojekten gewinnen. In Begleitung von Vizebürgermeister Sergiy Orlov schloss sich ein Besuch im zentral gelegenen, modernen Dienstleistungs- und Sozialzentrum von Mariupol an.

Dieses arbeitet mit modernen Technologien, um die Bürger bei verschiedensten Anliegen effizient und unbürokratisch zu unterstützen. Die Gäste aus Deutschland waren sichtlich begeistert über diese professionelle Einrichtung, die kommunalen Einrichtungen in Deutschland in nichts nachsteht und bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen einen guten Schritt näher am Puls der Zeit steht.

 

 

Sergiy Orlov, Vizebürgermeister der Stadt Mariupol, beim Besuch des Sozial- und Kulturzentrums in Begleitung von Thomas Sapper und Urs Unkauf.

 

 

 

Der BWA als Verband der deutschen Außenwirtschaft setzt sich für die nachhaltige und langfristige Förderung der deutsch-ukrainischen und europäisch-ukrainischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen ein.

Alle Unternehmen mit Interesse an den bilateralen Geschäftsbeziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland im Allgemeinen und mit der Stadt und Region Mariupol im Speziellen können sich gerne direkt an Herrn Andrej Stepanenko, Repräsentant des BWA in der Ukraine, für weiterführende Informationen wenden: a.stepanenko@bwa-deutschland.de (Korrespondenzsprachen: Ukrainisch, Russisch, Deutsch, Englisch).


 

Interview mit Vizebürgermeister Sergiy Orlov und BWA-Präsident Thomas Sapper im regionalen Fernsehsender von Mariupol