Wachstum und Stabilität für den Chemiestandort Leuna

Standortbesichtigung von Deutschlands größtem Chemiepark

Leuna,

Am 30.5.2013 besuchte der BWA-Landesverband Sachsen-Anhalt den Industriestandort Leuna. Standortbetreiber InfraLeuna präsentierte den BWA-Mitgliedern Deutschlands flächenmäßig größten Chemiepark.

Der Geschäftsführer von InfraLeuna, Dr. Christof Günther, referierte über die Entwicklung des Standortes. Die Leistungsbereiche der Infraleuna-Gruppe umfassen Analytik, Logistik, Werkschutz und Feuerwehr, Straßen und Brücken, Umweltschutz und Sicherheit, Standortentwicklung, Ingenieurtechnik und vor allem Energieversorgung.

Im Besucherinformationszentrum zeigt Geschäftsführer Dr. Chirstof Günther ein Luftbild vom Chemiestandort Leuna.


In der anschließenden Diskussion, an der auch die mit ihren Unternehmen ansässigen BWA-Senatoren Dr. Helge Fänger vom Serumwerk Bernburg und Georg Wildegger von ADDINOL, rege beteiligten, wurde deutlich, dass die im Zuge der Energiewende steigenden Preise eine kritische Belastung für den Industriestandort sind. Einig waren sich die Unternehmer, dass die Steigerungen der Energieumlagen für produzierende Unternehmen eine Grenze haben müssen. Die derzeitigen Entwicklungen der Strompreise werden mit großer Sorge verfolgt - ein Problem, das nach einer politischen Lösung verlangt.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Diskussion mit Dr. Günther war die Fachkräfteentwicklung, in die sich auch die teilnehmenden Studenten einbrachten. InfraLeuna pflegt enge Kontakte mit Universitäten und Fachhochschulen, um diesem Problem zu begegnen. Fazit war, dass eine zukunftsweisende Personalpolitik und gute Löhne Fachkräfte in die Region ziehen und die Probleme mit viel Engagement letztendlich lösbar sind.

 

InfraLeuna Geschäftsführer Dr. Christof Günther

 

Insgesamt zieht der Standortbetreiber InfraLeuna für 2012 eine positive Bilanz und blickt optimistisch in die Zukunft. Seit 1990 wurden bereits sechs Milliarden Euro investiert und weitere Investitionen sind vorgesehen. „Standortbesichtigungen sind für den BWA Sachsen-Anhalt besonders wichtige Jahreshöhepunkte. Hier findet Vernetzung statt während gleichzeitig wichtige politische Themen diskutiert werden. Vorbildlich ist der Kontakt zu Studenten, die bei InfraLeuna ganz zielgerichtet gesucht und eingebunden werden“, so der BWA Landessenatspräsident Bernd Koller.

Während einer Busfahrt durch das 1.300 Hektar große Areal wurden schließlich die beeindruckenden Dimensionen des Parks „erfahrbar“. Inzwischen haben sich am Standort u.a. die Werke von ADDINOL, BASF, DOMO CaproLeunea, Dow Olefinverbund, Fraunhofer, LEUNA-Harze, Linde AG, TOTAL niedergelassen.