BWA auf dem 4. Berlin Global Dialogue: Internationale Zusammenarbeit stärken

Berlin,

Vom 20. bis 22. Oktober 2026 fand an der European School of Management and Technology (ESMT) Berlin der vierte Berlin Global Dialogue statt. Unter dem Leitmotiv „Advancing Alliances for the New Era“ kamen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus mehr als 95 Ländern zusammen. Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) war durch seinen Vorstandsvorsitzenden Michael Schumann und den Generalbevollmächtigten für Außenbeziehungen, Urs Unkauf, vertreten.

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V. l. n. r.: Michael Schumann, Vorstandsvorsitzender des BWA, und Urs Unkauf, Generalbevollmächtigter für Außenbeziehungen des BWA, beim Berlin Global Dialogue 2026.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wirtschaft und Politik ihre gemeinsame Handlungsfähigkeit angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender wirtschaftlicher Fragmentierung stärken können. Das Programm reichte von Europas Wettbewerbsfähigkeit und der Zukunft internationaler Handelsbeziehungen über Energieversorgung und künstliche Intelligenz bis zur Mobilisierung privater Investitionen. Unterschiedliche Dialogformate boten Raum, Interessen und Perspektiven zusammenzuführen und Möglichkeiten grenzüberschreitender Zusammenarbeit zu erörtern.

Für den BWA knüpfte die Teilnahme an sein langjähriges Engagement für Wirtschaftsdiplomatie und internationale Verständigung an. Gerade unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen bleiben belastbare Beziehungen zwischen Unternehmen, offene Gesprächskanäle und der Austausch zwischen Wirtschaft und Politik wesentliche Voraussetzungen für Investitionen, Innovation und Wohlstand.

Einen eigenen Beitrag leistete Michael Schumann am 22. Oktober im Partnerdialog „Navigating EU-China Cooperation in a Fractured World“, ausgerichtet von Xunce Technology. Gemeinsam mit Fabian von Heimburg, Europachef der Primavera Capital Group, Dongsheng Di von der Renmin University of China und Changjian Jiang, unabhängiges Verwaltungsratsmitglied von Xunce Technology, diskutierte er Perspektiven der europäisch-chinesischen Zusammenarbeit. Die Moderation übernahm Lorna Chen, Partnerin bei A&O Shearman. Im Fokus standen praktische Kooperationsmöglichkeiten angesichts industrieller Veränderungen, sich verschiebender Abhängigkeiten und eines intensiveren Wettbewerbs um Schlüsseltechnologien.

Panel
BWA-Vorstandsvorsitzender Michael Schumann (Mitte) beim Panel „Navigating EU-China Cooperation in a Fractured World“ im Rahmen des Berlin Global Dialogue 2026.

Schumanns zentrale Botschaft: Die Fragmentierung der Weltwirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Der berechtigte Schutz wirtschaftlicher Sicherheit erfordere einen verantwortungsvollen Umgang mit Abhängigkeiten. Daraus dürfe jedoch keine pauschale Abkehr von wirtschaftlicher Verflechtung entstehen. Wer Risiken begrenzen wolle, müsse zugleich Möglichkeiten der Zusammenarbeit erhalten.

Für Europa komme es darauf an, seine wirtschaftliche Stärke durch internationale Offenheit, tragfähige Partnerschaften und die Fähigkeit zum Interessenausgleich zu sichern. Der Berlin Global Dialogue leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Er schafft einen Rahmen für den direkten Austausch über politische und wirtschaftliche Grenzen hinweg.

Der BWA dankt dem Gründer und Vorsitzenden des Berlin Global Dialogue, Prof. Dr. Lars-Hendrik Röller, dem Team der ESMT Berlin sowie den Organisatoren und Gesprächspartnern für den konstruktiven Dialog.