Vernetzt denken, global handeln

Neue BWA-Initiative „Stadtentwicklung, Architektur, Gebäudetechnik“

Berlin, 4.9.2014

Ob deutsche Unternehmen ins Ausland gehen oder internationale Investoren in Deutschland Bauvorhaben realisieren – städtebauliche, architektonische und gebäudetechnische Belange mit professionellem Know-how anzugehen ist von unschätzbarem Wert. Diese Wege bringen jedoch auch offene Fragen mit sich. Darauf reagiert der BWA mit einer im Juni 2014 gegründeten Arbeitsgruppe. Sie spannt den Bogen von der Makroebene der Stadtentwicklung bis hin zum Detailblick der Architektur und der zugehörigen Gebäudetechnik und unterstützt dabei, Urbanisierung verantwortungsvoll mitzugestalten.

Stadtentwicklung beschäftigt sich mit strukturellen und sozialen Aspekten der Urbanisierung. In Kombination mit der modernen Stadtsoziologie dient die Stadtplanung einem harmonischen Miteinander. Ihren hohen Stellenwert belegen vor allem die Prozesse in den Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen die Urbanisierung erst jetzt Fahrt aufnimmt. Innerhalb kürzester Zeit entstehen mehr und mehr Megastädte. Die Vorteile nachhaltiger Stadtplanung liegen auf der Hand: Sie trägt zur positiven Entwicklung der betreffenden Stadt bei, sorgt für ein deutliches Plus an Lebensqualität und kommt zudem der Wirtschaftlichkeit zugute.

Auch Architekten sind gefragt, sich der Entwicklung eines Stadtbildes anzunehmen. Architektur galt lange als Baukunst, da sie durch ihre besondere gestalterische Qualität über einfache Zweckbauten, die maximalem Nutzen verpflichtet sind, hinausgeht. Heute jedoch hat sie wesentlich vielschichtigere Aufgaben, als ästhetische Gebäude zu entwerfen. Die Aufgabe der Architekten ist es, gemeinsam mit dem Gebäudetechniker und dem Fassadenplaner ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, um Bedingungen im Gebäude zu schaffen, die es den Menschen erlaubt, sich behaglich in diesem aufzuhalten. Diesbezüglich hat sich der Stellenwert der Gebäudetechnik in den letzten Jahren stark erhöht.

Eine erfolgreiche Realisierung länderübergreifender Bauvorhaben gelingt, wenn die drei beschriebenen Disziplinen an einem Strang ziehen bezüglich Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und integraler Planung. Beim Errichten eines Gebäudes spielt das Verständnis aller Planungsbeteiligten über die komplexen Planungszusammenhänge eine große Rolle.

Die Initiatoren der Initiative, Prof. Bernd Bötzel und Claus Treppte, sind mit ihrem Wissen über kostenbewusstes und nachhaltiges Bauen sowie ihren Erfahrungen, die sie national und international sammeln konnten, Ihre Ansprechpartner beim BWA. In der Praxis greifen sie auf zahlreiche Muttersprachler für Arabisch, Chinesisch, Englisch, Farsi, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch zurück, die die erforderliche Sozialkompetenz zur Betreuung internationaler Kunden mitbringen.

Die Urbanisierung hat die Gesellschaft vor Herausforderungen gestellt, die durch eine internationale Zusammenarbeit gemeistert werden muss. Es gilt, Wirtschaftlichkeit und die Lebensbedingungen der Menschen in Einklang zu bringen. Fragen Sie uns!

 

Prof. Dipl.-Ing. Arch. Bernd Bötzel

BWA-Senatsmitglied Prof. Bernd Bötzel, Vorstand und Gesellschafter von DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG sowie CEO von DIEDERICHS International GmbH, verfügt über langjährige Erfahrungen in Großprojekten, u.a. mit nachhaltiger Stadtentwicklung und Projektmanagement in der Bau- und Immobilienbranche. Er entwickelte u.a. städtebauliche Gesamtkonzepte in China und Mittelamerika und leitete diverse Großprojekte in Berlin.

Die DU Diederichs-Firmengruppe ist seit 1978 erfolgreich im Baumanagement tätig. Zum Leistungsspektrum gehört Projektentwicklung, Wettbewerbsbetreuung, Projektsteuerung, Nachhaltigkeitsberatung, Technische Due Diligence u.v.m.

www.du-diederichs.de

 

 

Dipl.-Ing. Claus Treppte

Dipl.-Ing. Claus Treppte ist selbständiger Berater für Gebäudetechnik. Derzeit berät er die chinesische Firma und BWA-Mitglied Low Carbon Solutions Ltd.. Seit 2005 realisiert er zahlreiche Projekte in China – von der Villa bis zum 300 Meter hohen Hochhaus.

Herr Treppte verfügt zudem über 30 Jahre Erfahrungen in der Projektabwicklung in Deutschland. Im Bereich der Gebäudetechnik war er u.a. am Bauvorhaben „Willy-Brandt-Haus“ in Berlin beteiligt sowie am Umweltbundesamt in Dessau. Er betätigt sich als Sachverständiger für Haustechnik und vorbeugenden Brandschutz.

Seit 2011 hält er eine Gastprofessur an der Tongji-Universität in Shanghai im Bereich Gebäudetechnik.

www.ct-consulting.berlin