Nationale Industriestrategie 2030

BWA fordert mehr Berücksichtigung des Mittelstandes

Berlin, 5.2.2019

Die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute in Berlin vorgestellte „Nationale Industriestrategie 2030“ macht deutlich, dass Berlin die Gefahren, die sich aus den dramatischen Veränderungen der globalen Welt- und Wettbewerbsordnung für deutsche Unternehmen ergeben, zwischenzeitlich erkannt hat. Denn es wird Zeit, bisher verschlafenen Maßnahmen kurzfristig nachzuholen.

So muss sichergestellt werden, dass Deutschland bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien nicht den Anschluss verliert, sensible Daten geschützt werden und Unternehmen in heimischer Hand bleiben. Alles Erkenntnisse, die der Regierung seit einem Jahrzehnt bereits bekannt sind, aber bisher nicht beachtet wurden.

Allerdings wirkt Altmaiers Konzept mit seinen Förderungs-, Subventions- und Regulierungsvorschlägen eher wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen denn wie eine zeitgemäße Zukunftsstrategie. Diese Überlegungen sind mit Sicherheit das Gegenteil einer ökosozialen Marktwirtschaft, für die der BWA seit Jahren eintritt.

Der unternehmerische Erfolg in Deutschland wird nicht von den von Altmaier ins Auge gefassten Global Playern, sondern von mittelständischen Unternehmen erwirtschaftet, deren Wertschöpfung vor allem in Deutschland anfällt. Diese Unternehmen müssen zuvorderst für den weltweiten Wettbewerb gestärkt und besonders geschützt werden.

Nicht primär durch staatliche Reglementierung und Eingriffe, sondern durch eine gezielte Förderung, die es diesen Unternehmen weiterhin ermöglicht, weltweit erfolgreich zu agieren und damit beizutragen, dass Deutschland seinen Stand als Exportweltmeister halten kann.