BWA veranstaltet Symposium zum Thema „Mobilität der Zukunft“

Berlin, 6.12.2011

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Bundesminister Dr. Peter Ramsauer lud die Kommission „Innovation“ des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) unter Leitung von BWA-Vizepräsidenten Stephan Albani am 05.12.2011 zu einem Symposium zum Thema „Mobilität der Zukunft“ in das Ludwig Erhard Haus in Berlin ein, die zweite Veranstaltung einer Reihe zum Thema „Zukunftsfragen und -technologien am Standort Deutschland“. Vier Experten aus Politik, Wissenschaft und Verbänden referierten und diskutierten im Berliner Ludwig Erhard Haus vor rund 60 interessierten Gästen über mögliche Szenarien und Aspekte, zukünftiger Mobilität.

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Als Referenten hatte der BWA MinDir Dr. Martina Hinricher, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Prof. Dr. Dirk Zumkeller Institut für Verkehrswesen, Karlsruher Institut für Technologien (KIT), Dr. Kay Lindemann, Geschäftsführer, Verband der Automobilindustrie und Dr. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik, ADAC gewinnen können. Moderiert wurde die Veranstaltung von Journalist und Radio-Anchor Ingo Hoppe. Nach den Einzelvorträgen diskutierten die Referenten auf dem Podium.

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In dem Symposium wurde die große Breite, die das Thema „Mobilität“ umfasst, deutlich. Frau Dr. Hinricher vom Verkehrsministerium gab einen Überblick über die Themenfelder, die von Ihrem Ministerium bearbeitet werden. Dabei stellte sie heraus, dass Deutschland an der Spitze der Innovationsforschung stehe und die Aufgabe etwa intelligente Technologien zur Optimierung des Personen- oder Güterverkehrs zu entwickeln vor allem bei der Wirtschaft liege. Es müsse sich zeigen, was der Endverbraucher dafür bereit sei zu zahlen. Ihr Ministerium habe die Dringlichkeit der politisch wenig prestigeträchtigen Instandhaltung von Infrastruktur erkannt, was sich insbesondere in der Aufteilung des Rekordbudget im Haushalt zeige.

Prof. Zumkeller vom KIT hob das weltweite Wachstum von Mobilität hervor und fasste darunter auch die internationalen Datenströme im Internet. Er betonte den globalen Trend einer Steigerung der Fernmobilität und damit verbundenen, drohenden massiven Preissteigerungen von Rohstoffen. Alle Maßnahmen, die dem entgegen wirken würden, seien somit herzlich willkommen.

Dr. Lindemann vom Verband der Automobilindustrie verteidigte das Image der Automobilindustrie gegen überkommene Klischees. Dabei zeigte er die außenwirtschaftliche Bedeutung seiner Branche für Deutschland und die Fortschritte und Bemühungen, die in Sachen Emissionsreduktion gerade in den letzten Jahren unternommen wurden, auf. Elektromobilität, ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch den Nachmittag zog, bewertete er als eine Technologie, die an Bedeutung gewinnen werde, langfristig aber neben Hybrid- und Verbrennungsmotoren existieren werde ohne sie gänzlich abzulösen.

Auch Dr. Kolke vom ADAC analysierte die Zukunftsaussichten von E-Mobilität. Probleme bereite etwa die Reichweite, die je nach Außentemperatur stark variiere. In punkto Sicherheit stünden die neuen Fahrzeuge den alten allerdings in Nichts nach. Auch der zusätzliche Energieverbrauch könne leicht durch regenerative Energiequellen gedeckt werden.

Diese zweite Veranstaltung wurde von der BWA-Fachkommission „Innovation“ organisiert. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es durch eine intensive Beschäftigung mit relevanten sowie aktuellen Zukunftsfragen und -technologien Chancen und Potenzial für den Standort Deutschland und die deutsche Außenwirtschaft herauszuarbeiten. Dieser fundierte Hintergrund bietet die Grundlage für den Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, den der BWA kontinuierlich vertieft.